Die Maine Coon stammt aus dem US-Bundesstaat Maine im Nordosten der
Vereinigten Staaten, wo sie im achtzehnten Jahrhundert aus den dichten
undurchdringlichen Wäldern heraus trat. Auf den Farmen lebte sie als
Mäusefänger wo sie sich schnell zum Bevölkerungsliebling der Ostküste
avancierte. Denn diese zottelige Katze war unverkennbar von hündischer
Anhänglichkeit.

Ihren Namen verdankt sie dem Ursprungsgebiet und Waschbären, der auf
Englisch "Racoon" heißt. In der Tat besteht eine gewisse Ähnlichkeit in der
Fellzeichnung sowie Gesichtsmaske (bei wildfarbenen Maine Coons) dieser
unterschiedlichen Arten.
Katzenhistoriker rätseln durch die vielen Legenden nach wie vor über ihre
Herkunft, wo es allerdings nichts sicheres gibt. Da die Maine Coon anderen
Waldkatzen ähnelt, könnte sie schon vor 1000 Jahren von Wikingern
mitgebracht worden sein.

Eine weitere Vermutung ist, dass die französische Königin Marie-Antoinette
beim Versuch der Revolution zu entfliehen, ihre Angorakatzen nach Amerika
vorausschickte. Da sie selbst nicht ankam, bestünde die Möglichkeit, dass
die somit herrenlosen Katzen sich selbst überlassen blieben.

Letztlich gibt es noch die Version vom englischen Handelskapitän mit dem

Namen Coon, der mit langhaarigen Katzen die Küste entlang segelte. Bei Landausflügen sollen sich Coon
Langhaarkatzen mit einheimischen Katzen verpaart haben.



Bei der Maine Coon trifft wörtlich die Redewendung "ein Schaf im Wolfsfell" zu. Sieht sie doch einer Wildkatze
und einem Luchs sehr ähnlich und beeindruckt durch ihre imposante Größe, stellt man sehr schnell die
Liebenswürdigkeit dieser Katzenrasse fest. Sie ist seinem Menschen anhänglich wie ein Hund.
Die Maine Coon ist eine intelligente, sehr gesellige, offenherzige und schmusebedürftige Katze, die unbedingt
die Zuwendung ihres Menschen sucht. Wird ihr keine Beachtung geschenkt, so fordert sie es nachdrücklich.
Darüber hinaus sind sie sehr verträglich, so dass sie mit anderen Haustieren oder Katzen problemlos
gehalten werden kann. Eine bei Zeiten an Kinder gewöhnte Maine Coon wird diese immer akzeptieren und
mit ihnen spielen.
Gesamteindruck:
Großformatig, kräftig und robust.

Körper:
Lang gestreckt, recheckige Form, starker Knochenbau, harte Muskulatur und breiter Brustkorb.

Körpergröße:
Mittelgroß bis groß mit einem Körpergewicht bei Katzen zwischen 5 kg und 8 kg, bei Katern 6 kg bis 10 kg.

Kopf:
Mittelgroß, kantiger Umriss. Profil mit konkaver Neigung der Nasenlinie. Stirn sanft gebogen und die Wangenknochen hoch angesetzt.

Augen:
Groß, weit auseinander stehend, leicht oval.

Nacken:
Bei Katern stark muskulös.

Ohren:
Groß, breit am Ansatz, mäßig spitz zulaufend, Luchspinsel wünschenswert. Haarbüschel in den Ohren.
Die Ohren sind hoch am Kopf platziert, mit leichter Außenneigung.

Gesicht und Schnauzte:
Von mittlerer Länge, kantiger Umriss der Schnauze, deutlich fühlbarer Übergang zwischen Schnauze und Wangenknochen.

Kinn:
Fest und kräftig, in senkrechter Linie mit Nase und Ohren stehend.

Beine und Pfoten:
Kräftige, mittellange Beine aus großen, runden Pfoten, die mit Haarbüscheln zwischen den Zehen versehen sind.

Schwanz:
So lang wie der Körper vom Schwanzansatz bis zu den Schultern. Volle, lange, wehende Schwanzbehaarung.

Fell:
Dichtes, halblanges Deckhaar, mit mäßigem Unterfell. Kurz an Kopf, Schultern und Beinen, entlang dem
Rücken und Seiten allmählich länger werdend. Die Hinterbeine tragen lange, volle Pluderhosen.

Textur:
Seidig. Die weiche Unterwolle wird vom groben, glatten Deckhaar bedeckt.

Farben:
Alle Farb- und Tabby-Zeichnungen sind zugelassen (außer Point-Zeichnung, Lilac, Fawn, Chocolte und Cinnamon). Die Augenfarbe ist unabhängig von der Fellfarbe.